Soviel zur Wegweisung
Neulich in einem Zürcher Restaurant, Samstagabend. Der Schweizer Mittelstand kaut vegi, drei arabisch aussehende Männer sitzen am Nebentisch und trinken etwas.
Plötzlich stürmen vier PolizistInnen den Raum und postieren sich zwecks Kontrolle rund um die drei. Wie wir nachträglich von der Geschäftsführerin erfahren, wegen Verdacht auf Taschendiebstahl. Klar: Taschendiebe setzen sich immer hin nach getaner Arbeit und trinken gemütlich eine Latte Macchiato, bevor sie sich wieder aufmachen. Und klar scheint auch, dass nur die drei fremdländisch aussehenden Männer kontrolliert werden, niemand sonst.
Die Kontrolle selbst ist eine reine Katastrophe: Keine Höflichkeit, kein Respekt, rassistische Sprüche und vorab: Der Gruppenchef versucht ständig, zu provozieren. „Wänn’d fräch wirsch, dänn chasch grad uf d’Wach mitcho“, versucht er mehrmals, eine Verhaftung zu provozieren. Leider werden die drei Männer nicht frech, und natürlich findet die Polizei nichts. Sie ziehen ab, und ich gehe zu den dreien hin und frage, ob sie sich wenigstens entschuldigt hätten. Sie hatten nicht.
Fazit 1: Die Unschuldsvermutung gilt in unserem Land offenbar nur noch für die Blonden und Blauäugigen.
Fazit 2: Wenn Esther Maurers geplanter Wegweisungsartikel tatsächlich der Polizei die Willkür verleiht, nach ihrem Gutdünken Leute zu verhaften, dann können wir gleich den Polizeistaat offiziell ausrufen.
Fazit 3: Deshalb hoffe ich, dass sich alle verbliebenen auch nur halbwegs liberalen Kräfte in diesem Kanton dem Geist von Blocher/Jeker/Maurer widersetzen und einer solchen Demontage des Rechtsstaates niemals zustimmen werden.
Plötzlich stürmen vier PolizistInnen den Raum und postieren sich zwecks Kontrolle rund um die drei. Wie wir nachträglich von der Geschäftsführerin erfahren, wegen Verdacht auf Taschendiebstahl. Klar: Taschendiebe setzen sich immer hin nach getaner Arbeit und trinken gemütlich eine Latte Macchiato, bevor sie sich wieder aufmachen. Und klar scheint auch, dass nur die drei fremdländisch aussehenden Männer kontrolliert werden, niemand sonst.
Die Kontrolle selbst ist eine reine Katastrophe: Keine Höflichkeit, kein Respekt, rassistische Sprüche und vorab: Der Gruppenchef versucht ständig, zu provozieren. „Wänn’d fräch wirsch, dänn chasch grad uf d’Wach mitcho“, versucht er mehrmals, eine Verhaftung zu provozieren. Leider werden die drei Männer nicht frech, und natürlich findet die Polizei nichts. Sie ziehen ab, und ich gehe zu den dreien hin und frage, ob sie sich wenigstens entschuldigt hätten. Sie hatten nicht.
Fazit 1: Die Unschuldsvermutung gilt in unserem Land offenbar nur noch für die Blonden und Blauäugigen.
Fazit 2: Wenn Esther Maurers geplanter Wegweisungsartikel tatsächlich der Polizei die Willkür verleiht, nach ihrem Gutdünken Leute zu verhaften, dann können wir gleich den Polizeistaat offiziell ausrufen.
Fazit 3: Deshalb hoffe ich, dass sich alle verbliebenen auch nur halbwegs liberalen Kräfte in diesem Kanton dem Geist von Blocher/Jeker/Maurer widersetzen und einer solchen Demontage des Rechtsstaates niemals zustimmen werden.
